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 Chronik der FF-Altgalendorf - Das Jahr 1899/1900

 

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Das Jahr 1899/1900

Am 4. April fand im Lokal des Herrn Nachtigall die Generalversammlung der Wehr statt. Nachdem die Rechnungsablage erfolgt war, wurde das Ehrengericht in seiner alten Zusammensetzung wiedergewählt. Damit war der geschäftliche Teil erledigt. Die Versammlung verweilte dann noch einige Stunden gemütlich beim Glase Bier.
Im Juni wurde die Wehr alarmiert. Die Wehr rückte ab in der Meinung, daß das Feuer in Dannau sei. Bei Ernsthausen stellte es sich jedoch heraus, daß es in Ehlerstorf brannte und der Hauptmann gab den Befehl: Kehrt-Marsch! und jeder strebte den heimischen Penaten wieder zu.
Am 28. September brannte es in Kröß. Eine große Vierwohnungskate stand in Flammen. Die Altgalendorfer Spritze war die erste auf dem Platze. Derb Empfang seitens des Ortsvorstehers in Kröß war so wenig liebewürdig, das einige Spaßvögel schon den Vorschlag machten, für fernere solche Fälle eine Schutztruppe mit hölzernen oder ledernen Säbeln auszurüsten, natürlich aus eigenen Mitteln. In Wirklichkeit war die Sache aber ernst genug und der Herr Hauptmann sah sich gezwungen, sich beim Herrn königl. Landrat zu beschweren. Daraufhin wurde der Mann, der den ganzen Tumult verursacht, seines Amtes als stellvertretender Brandmeister entkleidet. Erfreulicher ist es, zu hören, das die Wehr von der Adl. Brandgilde als Gratifikation für ihr tatkräftiges Eingreifen in Kröß 36 Mark erhielt.
Am 20. Oktober wurde die Wehr wieder alarmiert. In der Richtung über Jahnshof war heller Feuerschein bemerkbar. Als die Wehr in das genannte Dorf einrückte, war vom Feuer keine Spur mehr bemerkbar. Bei Oldenburg hatte ein Strohdiemen gebrannt.
Am 1. November brannte es abermals in Kröß und zwar auf der ausgebauten Landstelle des Herrn Babbe. Diesmal gab es heiße Arbeit, aber Ruhestörung im polizeilichen Sinne fand nicht statt. Wieder war unsere Wehr zuerst zur Stelle und dafür erhielt sie von der Eberfelder Versicherung 20 Mark Prämien.
Zu erwähnen ist noch,  daß die Wehr am 28. August ein kleines Schadenfeuer im Backhaus unseres Führers Herrn Stück zu löschen hatte.
Es fanden Übungen statt am 4. April und am 22. April, am 21. Mai, 24. Juni, 8. Juli, 9. September und am 16. September. Leider zeigte es sich, daß viele Mannschaften nicht pünktlich zu den Übungen erschienen.
Am 2. Juli fand das Sommervergnügen statt. Es nahm seinen Anfang mit einem Gartenkonzert im Garten des Herrn A. Sievert in Teschendorf. In diesem schönen Garten verlebten die Teilnehmer herrliche Stunden. Herr Sievert hatte alles getan, was in seinen Kräften stand, um uns den Aufenthalt dort angenehm zu machen und die vielen Girlanden usw. zeigten, daß dort auch eine weibliche Kraft freundlich gewaltet hatte. Herrn Sievert und seiner Frau herzlichen Dank. Nach dem Konzert war der Ball bei Herrn Nachtigall. Das Fest verlief sehr schön.
8 Tage später war Kreisfeuerwehrfest in Oldenburg. Die Oldenburger empfingen und bewirteten ihre Gäste in großartiger Weise und die Oldenburger Wehr unter Herrn Hansens Leitung führte uns Übungen vor, wie sie wohl kaum von irgend einer Freiw. Feuerwehr in solcher Exaktheit geliefert worden sind.
Das Wintervergnügen war in Gremersdorf am 26. November. Das Fest verlief sehr gut.

Die Finanzen der Wehr haben sich bedeutend gebessert.

Die Rechnung ergibt:
Einnahmen:                     466,50 Mark
Ausgaben:                      358,87 Mark
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Kassenbehalt:                 107,63 Mark

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